Der Porsche 911 GT3 RS wird noch schneller: Manthey schärft kräftig nach

Porsche 911 GT3 RS 992 Manthey Kit Diffuser

Brachiale Optik: größerer Diffuser, Aerodiscs, zweiteiliger Flügel und Heckfinne beim Porsche 911 GT3 RS (992) mit Manthey-Kit

Manthey optimiert den Straßenrennwagen 911 GT3 RS (Typ 992) für die Rundstrecke. In Zusammenarbeit mit Porsche wird vor allem die Aerodynamik so verbessert, dass höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind. Dabei ersetzt sogar eine CfK-Abdeckung mit Finne die hintere Scheibe.

Der GT3 RS ist eigentlich schon der kompromissloseste Rennwagen mit Straßenzulassung. Er bietet jede Menge Aero-Features wie den aktiven Heckflügel, Radhausentlüftung und Mittenkühler statt vorderem Kofferraum. Mit einer Nürburgring-Zeit von 6:49.328 Minuten musste er sich bei den Sportwagen nur dem Markenbruder GT2 RS mit Manthey-Kit und dem Mercedes-AMG GT Black Series geschlagen geben, der rund 1,3 Sekunden schneller war. Mit den neuen Verbesserungen ist es sicher das Ziel, den Mercedes-AMG zu überholen.

Porsche 911 GT3 RS 992 Manthey Kit Front

Und das ist durchaus realistisch: Zwar wurde der vier Liter große 6-Zylinder-Boxer-Saugmotor mit 525 PS nicht verändert, aber die Aerodynamik ist auf der Rennstrecke ohnehin der größere Faktor, wenn es um Rundenzeiten geht. Und hier hat Manthey einiges getan: Der doppelte CFK-Heckflügel mit geänderten Seitenteilen sorgt gemeinsam mit der verlängerten Bugspoilerlippe und dem breiteren sowie längeren Heckdiffusor für mehr Abtrieb. Aerodiscs an den Hinterrädern, modifizierte Radhausentlüftungen und weitere Detailverbesserungen sorgen dafür, dass der GT3 RS nun eine Tonne Downforce bei 285 km/h erzeugt – 140 kg mehr als zuvor. Für mehr Stabilität wurde die Heckscheibe durch eine 25 Prozent leichtere CFK-Abdeckung mit großer Shark-Finne ersetzt.

Porsche 911 GT3 RS 992 Manthey Kit Shark-Finne

Das hintere Fenster wird beim Manthey-Kit für den 911 GT3 RS durch eine leichtere CfK-Abdeckung mit Shark-Finne ersetzt.

Der höhere Anpressdruck wird durch das Fahrwerk mit geänderten Federraten ausgeglichen, das sich weiterhin am Lenkrad verstellen lässt. Die neuen Stoßdämpfer arbeiten mit jeweils zwei getrennten Ventilen für Druck- und Zugstufe und werden unabhängig voneinander geregelt. Auch die Bremsen hat Manthey verbessert, unter anderem mit einer Stahlummantelung der Bremsleitungen, die für eine noch direktere Pedalrückmeldung und damit eine schnellere Reaktionszeit sorgen soll. Zudem kommen spezielle Rennbremsbeläge zum Einsatz, die weniger Fading und eine bessere Dosierbarkeit ermöglichen sollen.

Auf der Nordschleife könnte das Manthey-Kit den Porsche 911 GT3 RS um mehrere Sekunden schneller machen.

Das Manthey-Kit ist für rund 91.500 Euro ab März 2025 über die Porsche-Zentren erhältlich.


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