Sau, Hippie, Jägermeister: Die 10 schönsten Porsche-Renndesigns

Porsche 917 Motorsport-Design

Vor allem die 1970er-Jahre haben legendäre Motorsport-Lackierungen hervorgebracht. Wir zeigen die 10 besten Porsche-Sponsoren-Designs aller Zeiten.

#10 schönstes Renndesign: Mobil 1

Der Porsche 911 GT1 im Mobil-1-Design gewann 1998 Le Mans.

Der Motoröl-Hersteller Mobil engagiert sich seit Langem im Motorsport. Als Porsche 1998 mit zwei 911 GT1 ‘98 in Le Mans antrat, zierte das Mobil-1-Design in den Markenfarben Blau und Rot die Wagen. Nach 24 Stunden erreichten sie einen Doppelsieg. Eine starke Leistung, denn die Porsche traten in der seriennahen GT1-Klasse an und konnten sich gegen die stärkere LMP1-Prototypen-Klasse durchsetzen.

#9 schönstes Renndesign: F.A.T. International

Porsche 962 C in Le Mans 1991 im F.A.T.-International-Design.

In den 1980er- und 1990er-Jahren sponserte das Logistikunternehmen F.A.T. International zahlreiche Rennsport-Teams. Der Porsche 962 C mit dem markanten schwarz-weiß-roten Logo mit dem Blitz schaffte es 1991 in Le Mans auf Platz 7. 1994 gelang F.A.T. International der Gesamtsieg in Le Mans. Das Fahrzeug war ein Dauer 962 LM, der auf dem Porsche 962 C basierte. Ferdi Porsche, der Urenkel von Firmengründer Ferdinand Porsche, hat die Marke und das ikonische Design wiederbelebt und veranstaltet unter dem Namen Events wie das Ice Race in Zell am See und Rennfahrernachwuchsprogramme.

#8 schönstes Renndesign: Brumos

Porsche Brumos 1975 24h Daytona

Porsche Brumos gewann mit dem 911 RSR 1975 die 24 Stunden von Daytona.

Manchmal sind es die einfachen Designkonzepte, die besonders gut funktionieren. Der US-Porsche-Importeur Brumos wählte für sein Rennteam zwei breite Längsstreifen in den amerikanischen Farben Rot und Blau. Zusammen mit der Nummer ergab sich eine einprägsame und ästhetische Optik. Das Brumos-Team konnte 1973, 1975, 1978 und 2009 das 24-Stunden-Rennen von Daytona gewinnen.

#7 schönstes Renndesign: Salzburg

Porsche 917K Le Mans Sieger 1970 Salzburg Design

Der Porsche 917 im Salzburg-Design gewann 1970 die 24 Stunden von Le Mans.

Der Porsche 917 mit dem 5-Liter-12-Zylinder-Motor war vom Gründerenkel und Ingenieur Ferdinand Piëch vorangetrieben worden. Die kostspielige Entwicklung war ein großes Risiko und sollte sich unbedingt auszahlen. Obwohl vereinbart war, dass der britische Rennstall John Wyer zu einem Werksteam wurde, wollte Piëch die Chance auf den Gewinn weiter erhöhen und setzte zusätzlich zu den drei Wyer-917 noch zwei 917 im neu geschaffenen Team Porsche Salzburg ein. Das in Salzburg ansässige Unternehmen Porsche Konstruktionen GesmbH war Österreich-Importeur von Porsche und VW und gehörte Ferdinand Piëchs Mutter Louise. Die Wagen waren in den Salzburg-Farben Rot und Weiß gehalten. Das Engagement zahlte sich aus: Die Nummer 23 gewann das Rennen, und der 917 wurde einer der erfolgreichsten Rennwagen von Porsche.

#6 schönstes Renndesign: Jägermeister

Porsche 934.5 von Kremer Racing im Jägermeister-Design (Foto: Marcus Krüger)

Der Kräuterlikör-Hersteller Jägermeister gehörte in den 1970er- bis 1990er-Jahren zu den großen Playern im Motorsport. Zahlreiche unterschiedliche Rennställe, Marken und Serien wie Tourenwagen, Formel 1 oder Langstrecke wurden unterstützt und zeigten die auffällige orangefarbene Lackierung mit dem Hirschkopf. Der Porsche 934 im Jägermeister-Design fuhr 1978 in Le Mans mit.

#5 schönstes Renndesign: Hippie

Der Porsche 917 LH mit der Hippie-Lackierung erreichte 1970 in Le Mans den zweiten Platz.

Auch Martini Racing setzte 1970 in Le Mans als drittes Team einen 917 ein. Der Martini-Racing-Chef Hans-Dieter Dechent bat Porsche-Chefdesigner Anatole Lapine darum, den Wagen zu gestalten. Heraus kam ein lila Fahrzeug mit einem weiß abgesetzten, knallgrünen psychedelischen Muster. Das Design bekam schnell den Spitznamen „Hippie“. Er erreichte in Le Mans den zweiten Platz hinter dem Salzburg-917 und machte so Porsches Doppelsieg perfekt.

#4 schönstes Renndesign: Rothmans

Porsche 959 Rothmans

Der Porsche 959 im coolen Rothmans-Design feierte 1986 einen Doppelsieg bei der Rallye Paris-Dakar.

Der britische Tabakkonzern Rothmans engagierte sich vor allem in den 1980er-Jahren im Motorsport in unterschiedlichen Bereichen. So gewann ein Rothmans-Porsche 956 1982 Le Mans. Noch berühmter waren die erfolgreichen Porsche-Fahrzeuge bei der Rallye Paris-Dakar: 1984 der Allrad-953 und 1986 der 959 Dakar. Die Farben Blau, Weiß, Rot, Gold aus dem Rothmans-Logo zogen sich elegant über das Fahrzeug.

Den ersten Allrad-911 für die Straße sind wir hier im Vergleich mit einem modernen 992 Carrera 4 S gefahren.

#3 schönstes Renndesign: Martini

Das Martini-Design betonte die ausgestellten Radhäuser des Porsche 934 und ließ ihn noch breiter wirken. (Foto: Marcus Krüger)

Wir kommen zu den Podiumsplätzen. Und Martini Racing hat es sich wirklich verdient. Zum einen reichte das Motorsport-Engagement über eine enorme Zeitspanne von 1958 bis 2018 und verschiedene Klassen wie Formel 1, Rallye und Langstreckenrennen. Zum anderen sind die türkisfarbenen und roten Streifen so berühmt und mit Porsche verbunden, dass die Stuttgarter auch heute noch Fanartikel im Design der italienischen Wermut-Destille verkaufen. Besondere Berühmtheit erlangte der Porsche 917 K im Martini-Design, der 1971 Le Mans gewann.

Dieser 917 im Martini-Design hat sogar eine Straßenzulassung bekommen und fährt heute durch Monaco.

#2 schönstes Renndesign: Gulf

Der Porsche 917 im Gulf-Design wurde durch Steve McQueens Film „Le Mans“ weltberühmt.

Auch der amerikanische Mineralölkonzern Gulf hatte eine umfangreiche Motorsportgeschichte. Schon in den 1930er-Jahren startete die Partnerschaft mit verschiedenen Rennställen und setzte sich bis heute in der Formel 1 fort. Berühmt wurden ab 1965 zuerst die erfolgreichen Ford GT40. Ab 1970 kam die auffällige Lackierung in Hellblau und Orange dann auf den Porsche 917, der zahlreiche Langstreckenrennen im Gulf-Design gewann — unter anderem ein Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. Legendenstatus erreichte der Gulf-917 durch den berühmten Film „Le Mans“ von und mit Steve McQueen aus dem Jahr 1971.

#1 schönstes Renndesign: Sau

Der spektakuläre Porsche 917/20, genannt „Sau“, war ein Einzelstück und fiel in seinem einzigen Rennen in Le Mans 1971 aus.

Unsere Nummer eins ist ein Design, das es nur ein einziges Mal gab und nur ein Rennen fuhr – und das noch nicht einmal beendete. Die von Porsche-Chefdesigner Anatole Lapine entwickelte Lackierung hat es wegen ihrer genialen, humorvollen Idee trotzdem zum Kultstatus gebracht. Die rosa Lackierung des 917/20 bildet Zuschnitte vom Schwein wie Kotelett und Schinken nach. Er erhielt den Spitznamen „Die Sau“, „Dicke Berta“ oder auch „Trüffeljäger“. Der 917/20 nimmt unter den verschiedenen 917-Versionen einen besonderen Platz ein. Hier hatten die Porsche-Techniker in Zusammenarbeit mit der französischen Firma SERA den Versuch unternommen, die Vorteile von Kurz- und Langheck-917 zu verbinden. Seine Karosserie war extrem breit und besaß stark abgerundete Radausschnitte. Bei unveränderter Spurweite versteckten sich die Räder tief in den Radkästen. Die Nase war ebenso tief und flach wie beim neuen Langheck-Coupé, nur kürzer. 1971 in Le Mans fiel der Wagen, der das Vorbereitungsrennen gewonnen hatte, an fünfter Position durch einen Unfall aus. Der Wagen blieb ein Einzelstück. Das Design ist bis heute so beliebt, dass Porsche Kaffeetassen, Regenschirme und Car-Cover im Sau-Stil anbietet.

Welches Design gefällt euch am besten? Fehlt aus eurer Sicht eine Rennlackierung? Schreibt es gerne in die Kommentare!


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