Neuer Porsche 911 GT3 Touring (2025): Gepard im Schafspelz
Wer den neuen 911 GT3 mit Touring-Paket und Rückbank ordert, bekommt einen unauffälligen, aber leistungsstarken Rennwagen, der sich dank einiger Detailänderungen sogar als Langstreckenbomber eignet.
Porsche hat zeitgleich mit dem neuen Straßenrennwagen GT3 der 911er-Generation 992.2 den GT3 Touring ohne auffälligen Heckflügel vorgestellt. Technisch ist der Gepard im Schafspelz bis auf die Aerodynamik identisch. Einige technische Änderungen und Optionen machen den exklusiven Sportwagen jedoch nun für den Alltag und Langstreckenfahrten fit.
Zum einen hat Porsche den vielfachen Wunsch der Kunden nach einer Rückbank erhört und bietet diese erstmals im GT3 als Option an. Zum anderen wurde an Fahrwerk und Lenkung gearbeitet, und der Autobahnkomfort wurde durch eine in der Mittellage weniger giftig ansprechende Lenkung verbessert.
Damit man die zweite Sitzreihe überhaupt erreicht, haben die Porsche-Ingenieure einen neuen Schalensitz entwickelt, dessen Lehne sich nach vorn klappen lässt.
Wie alle 911er der Modellreihe 992.2 hat der GT3 ein volldigitales Cockpit; der analoge Drehzahlmesser des Vorgängers ist also Geschichte. In einem anderen Punkt konnten sich die GT-Entwickler um Andy Preuninger durchsetzen: Im Gegensatz zu bisherigen 992.2-Modellen darf der GT3 noch über einen Drehschalter statt dem unbeliebten Druckknopf gestartet werden. Und natürlich dürfen Kunden zwischen dem schnellen Direktschaltgetriebe PDK und einem klassischen manuellen, jetzt kürzer übersetzten Sechsganggetriebe wählen.
Dann ertönt der frei saugende Vierliter-Sechzylinder-Boxermotor mit unverändert vollem Klang. Die 3,9 Sekunden auf 100 km/h erreicht der GT3 dank 510 PS und ohne jegliche Elektromotorenunterstützung. Mit 313 km/h ist der Touring sogar zwei km/h schneller als sein geflügelter Bruder.
Bei 209.000 Euro startet der GT3 mit Touring-Paket.
Der 911 Turbo S ist mit Allrad und 650 PS der stärkste und schnellste Porsche-Sportwagen. Wir haben ihn für den Fahrbericht als Cabrio die Serpentinen auf einen der höchsten und spektakulärsten Alpenpässe hochgejagt: dem Stilfser Joch auch bekannt unter seinem italienischen Namen Stelvio.