Neuer Porsche 911 Carrera T (2025): Fahren im Fokus

Porsche 911 Carrera T 992.2 Seite

Leichter, sportlicher und mit Handschaltung: Porsche stellt den 911 Carrera T für Fahrenthusiasten vor. Erstmals kommt der puristische Sportwagen in der Generation 992.2 auch als Cabrio.

Man hört manchmal die Behauptung, der 911 sei im Laufe der Zeit zu groß, zu schwer, zu komfortabel und einfach zu perfekt geworden. Das stimmt nur zum Teil: Mit 1.520 kg wiegt der aktuelle 992.2 Carrera nur 75 kg mehr als ein 911 der Baureihe 997.2 von 2008, ist 4,4 cm breiter und 10,7 cm länger. All dies bei deutlich besseren Fahrleistungen, mehr Ausstattung und – nicht nur wegen geänderter Gesetzesvorgaben – deutlich aufwendigerer Sicherheitstechnik.

Weniger Gewicht wäre natürlich besser, und hier kommt der neue 911 Carrera T ins Spiel. Mit Leichtbauverglasung, reduzierter Dämmung und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe wiegt der 911 Carrera T in der leichtesten Konfiguration mit Vollschalensitzen nur 1.478 kg. So ausgestattet ist er über 40 kg leichter als der aktuelle 911 Carrera. Ohne Optionen bringt er immer noch 30 kg weniger auf die Waage. Das liegt größtenteils am manuellen Getriebe: Der „normale“ 911 Carrera ist immer mit dem automatischen 8-Gang-PDK ausgestattet, das über Schaltwippen am Lenkrad manuell bedient werden kann. Beim Carrera T darf der Fahrer also mehr arbeiten – was besonders Puristen schätzen.

Porsche 911 Carrera T 992.2 Front

Porsche 911 Carrera T 992.2: Die seitlichen Aufkleber sind Serie.

Ganz so schnell wie das Doppelkupplungsgetriebe PDK ohne Zugkraftunterbrechung kann man mit dem Handschalter allerdings nicht beschleunigen: In 4,5 Sekunden geht es beim Carrera T auf 100 km/h – 0,4 Sekunden langsamer als im Carrera. Immerhin kann der T den Carrera bei der Höchstgeschwindigkeit mit 295 km/h um 1 km/h übertreffen. Beide nutzen denselben 3,0-Liter-Sechszylinder-Biturbo-Boxermotor, der 394 PS leistet und ein Drehmoment von bis zu 450 Newtonmetern entwickelt – die nicht gerade bescheidene Einstiegsmotorisierung des 911.

Porsche 911 Carrera T 992.2 Heck

Porsche 911 Carrera T 992.2 Heck.

Die serienmäßige Sportabgasanlage soll in Verbindung mit der reduzierten Innenraumdämmung und der automatischen Zwischengasfunktion für eine besonders emotionale Klangkulisse sorgen.

Porsche 911 Carrera T 992.2 Innenraum

Porsche 911 Carrera T 992.2 Innenraum: Schichtholz-Schaltknauf.

Um den Carrera T auch in Kurven dynamischer zu machen, verbaut Porsche die Hinterachslenkung, ein 10 mm tieferes Sportfahrwerk, einen Zoll größere Felgen und die Spoilerlippe vom GTS. Serienmäßig ist das Sport Chrono-Paket mit Stoppuhr auf dem Armaturenträger enthalten.

Schön gemacht sind weitere Details: Die Sitzmittelbahnen im Stoffmuster „Plaid“ erinnern an historische 911er, und die offenporige Schichtholzkugel aus Nussbaum am Schalthebel verweist auf den legendären Supersportwagen Carrera GT. Ein Sticker mit Schaltschema-Logo a den hinteren Seitenfenstern weist auf die puristische Handschaltung hin.

Porsche 911 Carrera T 992.2 Aufkleber Handschalter

Die Handschaltung ist heute so selten, dass Porsche beim 911 Carrera T 992.2 mit Aufklebern darauf hinweist.

Das Kürzel „T“ steht übrigens für „Touring“ und geht bei Porsche auf die Homologation des 911 T als Tourenwagen im Jahr 1968 zurück. 2017 hat Porsche den 911 Carrera T wieder aufgelegt.

Der neue 911 Carrera T der Baureihe 992.2 kostet ab 141.700 Euro, das sind 13.000 Euro Aufpreis gegenüber dem Carrera. Zum ersten Mal gibt es ihn auch als Cabrio – dann starten die Preise bei 155.800 Euro.

Porsche 911 Carrera T Cabrio 992.2

Zum ersten Mal gibt es den Porsche 911 Carrera T auch als Cabrio.

Was haltet ihr vom Carrera T? Schreibt es gerne in die Kommentare.


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