Porsche mieten und buchbare Porsche-Erlebnisse: Günstiger Fahrspaß!

Porsche Experience Center Hockenheimring 911 GT3 Jens Koch

Beim Porsche Experience Center Hockenheimring fühlt man sich wie ein Rennfahrer.

Um einen 911 auf der Landstraße zu erleben, muss man nicht gleich einen kaufen. Und auch wer einen Porsche besitzt, möchte mal einen GT3 fahren oder den eigenen Wagen nicht auf der Rennstrecke bewegen. Wir zeigen, wie man am besten einen Porsche mietet, was das kostet und welche spannenden Erlebnisse sich buchen lassen.

Text: Jens Koch Photos: Marcus Krüger

Viele glauben, ein Porsche sei ein Statussymbol. Menschen würden einen 911 besitzen wollen, um anderen zu zeigen, dass sie finanziell gut aufgestellt sind. Und in einigen Fällen mag das zutreffen. Aber eigentlich ist ein Porsche ein Spielzeug zum Spaß haben: Mit einem 911 über kurvige Land- und Passstraßen zu fahren oder über eine Rennstrecke, den Sound, die Beschleunigung, die Präzision in Wechselkurven zu genießen – das ist ein großartiges Erlebnis.
Und dieses Erlebnis kann man auch haben, wenn man keinen Porsche besitzt. Wie das geht? Da gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Einen Porsche mieten und fahren, wo man möchte, oder Erlebnisse mit einem Porsche auf der Rennstrecke, Offroad oder auf einer Tour in anderen Ländern buchen.

Erinnerungen schaffen und Spaß haben, kann man auch mit einem 911, wenn er einem nicht gehört.

Speeddate: 911 als Leihwagen

Die günstigste Art, einen 911 zu fahren, ist, ihn für einen Tag zu mieten. Bei den Branchengrößen wie Sixt war es bei unseren Recherchen aber nur an wenigen Stationen wie dem Münchner Flughafen verfügbar. Zudem war der Preis mit 1.107 Euro pro Tag mit 300 Freikilometern und Vollkasko sehr teuer.
Günstiger ist es direkt bei Porsche: Für 470 Euro kann man einen 911 einen Tag mieten. Das geht auch bei vielen Porsche Zentren, also recht flächendeckend, und funktioniert über dieses Online-Portal. Auch hier hat man 300 Freikilometer und einen Vollkaskoschutz mit 2.500 Euro Selbstbeteiligung. Den 718 Boxster gibt es schon ab 350 Euro. Ein 911 GT3 kostet 900 Euro, dann sollte der Mieter mindestens 35 Jahre alt sein, sonst reichen 25 Jahre.

Hier waren wir mit einem 992 Carrera 4 S und einem 964 Carrera 4 auf Rømø, dem größten Männerspielplatz der Welt.

Porsche 911 992 Targa 4 GTS 50 Jahre Porsche Design

Bei vielen Porsche Zentren kann man Fahrzeuge wie den 911 Targa 4 GTS mieten.

Die Porsche-Modelle zum Mieten bei den Porsche Zentren haben eine bessere Verfügbarkeit. Wer frühzeitig bucht, kann aber definitiv auf mehr Auswahl hoffen. Wir haben das ausprobiert und beim Porsche Museum einen Boxster GTS gemietet. Abwicklung und Service waren vorbildlich, die Mitarbeiter freundlich, und zudem sind die Fahrzeuge sehr neu und technisch optimal gewartet.

Günstiger als bei Porsche ist es bei CarVia, der neben dem Hersteller einzigen überregionalen Vermietung. An den Standorten München, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Hamburg bekommt man einen 911 teilweise schon für 324 Euro. Um die Konditionen direkt vergleichen zu können, muss man zu den 250 Freikilometern noch 50 Kilometer buchen und die Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung kostenpflichtig von 4.750 Euro auf 2.750 Euro reduzieren. Dann ist CarVia mit 428,50 Euro immer noch rund 10 % günstiger als Porsche. Auch dieser Anbieter hat Boxster (ab 205 Euro) und verschiedene 911-Varianten bis zum GT3 RS (1.344 Euro) im Angebot. Es lohnt sich hier, die Preise zu vergleichen.

Erlebnispark: GT3 für 380 Euro

Auch die Porsche-Erlebnisse, die in Deutschland von den markeneigenen Porsche Experience Centern in Leipzig und am Hockenheimring angeboten werden, fangen preislich moderat an: Drei Runden Mitfahrt auf der Rundstrecke in Leipzig im schnellen 911 GT3 oder 911 Turbo kosten 230 Euro. Wer den GT3 selbst auf der Rundstrecke fahren möchte, zahlt nur 380 Euro. Für 330 Euro kann man den Cayenne über den Offroad-Parcours fahren.

Wir waren mit dem 991.2 GT3 in Leipzig auf dem Rundkurs.

Beim Porsche Experience Center Hockenheimring kann man verschiedene Porsche-Fahrzeuge kennenlernen.

In Hockenheim geht es für 2.300 Euro den ganzen Tag mit einem 911 auf den Handlingkurs. Für 250 Euro mehr sogar im Turbo S oder GT3. Auch das haben wir sowohl in Leipzig als auch am Hockenheimring getestet und waren beide Male von den kompetenten und sympathischen Instruktoren beeindruckt, von denen man viel lernen kann, wie man auf der Rennstrecke schneller wird. Zudem sind die Strecken in perfektem Zustand, und die Location ist modern, stylisch und sehr hochwertig eingerichtet. Hier steht tatsächlich das Erlebnis für die Gäste im Vordergrund und nicht die Gewinnoptimierung.

Wie es mit dem 992 GT3 beim Experience Center Hockenheimring war, lest ihr hier.

Porsche Experience Center Hockenheimring Briefing

Professionelle Betreuung und modernes Ambiente im Experience Center Hockenheimring.

Die Erlebnisse lassen sich ausweiten. So kann man zwei Tage auf die Nürburgring-Nordschleife im 911 GT3 RS gehen. Das kostet dann 13.900 Euro, setzt aber auch schon andere Kurse voraus.

Porsche Experience Center Hockenheimring Ausstellung

Im Porsche Experience Center Hockenheimring gibt es auch abseits der Strecke einiges zu entdecken.

Auslandserfahrung

Leipzig, Hockenheim und Nürburg sind aber nicht die einzigen Veranstaltungsorte. Wen es lieber aufs Glatteis zieht, für den veranstaltet Porsche in Finnland eine fünftägige Reise mit drei Tagen 911-Drifttraining auf Eis und Schnee. Das Ganze kostet 7.000 Euro mit Unterkunft und Verpflegung, jedoch ohne Flug.

Für den gleichen Preis und die gleiche Dauer kann man auch von Salzburg aus mit einem 911 geführt durch die Alpen fahren. Wer es ruhiger mag, fährt im elektrischen Macan sechs Tage durch Slowenien für 6.290 Euro.

Porsche 911 Turbo S Cabrio 992 Alpen

Mit einem Porsche 911 durch die Alpen zu fahren ist ein unvergessliches Erlebnis.

Und die Abenteuerhungrigen folgen vier Tage am Steuer des geländegängigen 911 Dakar den Sandpisten Namibias. Das kostet dann 21.911 Euro pro Person. Buchen lässt sich das über die Porsche Experience Portal. Viele dieser Erlebnisse sind allerdings begehrt und schnell ausgebucht.

Hier haben wir mit dem 992 Turbo S Alpenpässe erobert.

Fazit

Der Luxusbegriff wandelt sich gerade: weg vom Besitzen, hin zum Erleben. Und das funktioniert beim Porsche-Fahren und Porsche-Erleben besonders gut. Zum einen kann man sich seinen Traumwagen mieten und für wenig Geld genießen und kennenlernen. Zum anderen bieten die Porsche-Erlebnisse auf der Rennstrecke und im Ausland unbezahlbare Erlebnisse mit Gleichgesinnten.

Wir können allerdings nicht versprechen, dass man danach nicht doch einen Porsche besitzen möchte.


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