Porsche 911 GT3 RS Tribute to Jo Siffert: Einzelstück ehrt Schweizer Rennfahrer
Porsche würdigt mit einem einzigartigen GT3 RS Jo Siffert und den ersten siegreichen 917, mit dem er 1969 das 1000-km-Rennen von Zeltweg gewann.
Der 1936 geborene Jo Siffert wuchs in einfachen Verhältnissen auf und sammelte schon als Schüler Altmetall, um sich seinen Traum, Rennfahrer zu werden, verwirklichen zu können. Er fuhr zunächst Motorradrennen und ab 1960 Autorennen. Siffert wurde für seinen mutigen Fahrstil bewundert und wegen seines freundlichen und bescheidenen Auftretens gemocht.
Der Schweizer Rennfahrer Jo Siffert gewann 1969 das erste Mal mit einem Porsche 917 ein Rennen.
Seinen ersten Sieg in der Formel 1 errang er 1968 beim Großen Preis von Großbritannien in Brands Hatch. Neben der Formel 1 fuhr er auch Sportwagenrennen und gewann 1966 mit einem Porsche 906 die 2-Liter-Klasse in Le Mans und wurde Vierter im Gesamtklassement. 1968 triumphierte er unter anderem bei den 24 Stunden von Daytona mit einem Porsche 907. 1969 konnte er mit einem Porsche 917 den ersten Sieg dieses berühmten Rennwagens erringen: beim 1000-km-Rennen von Zeltweg auf dem neu eröffneten Österreichring.
Der weiß-grün lackierte Porsche 917, der das 1000-km-Rennen von Zeltweg 1969 gewann.
1971 verunglückte Siffert bei einem Formel-1-Rennen in England tödlich. Er gilt auch heute noch als einer der berühmtesten Schweizer Rennfahrer.
Der 911 GT3 RS zu Ehren Sifferts wurde als Einzelstück mit zahlreichen Individualisierungen von der Porsche Sonderwunsch Manufaktur realisiert. Die Familie von Jo Siffert war in den Aufbau eingebunden. Sein Sohn Philippe, der zwischen 1991 und 2003 selbst Formel-Ford- und Formel-3-Rennen fuhr, erklärte: „Die Entstehung dieses Porsche zu Ehren meines Vaters unmittelbar mitzuerleben, war ausgesprochen spannend. Mit viel Liebe zu historischen Details und handwerklichem Können auf höchstem Niveau haben die Mitarbeiter der Porsche Sonderwunsch Manufaktur einen ohnehin schon raren 911 GT3 RS in ein absolutes Unikat verwandelt – Jo-Siffert-Spirit inklusive.“
Einzelstück: Porsche 911 GT3 RS Tribute to Jo Siffert.
Zu diesen Details gehört natürlich der charakteristische Helm, dessen Design seit den Motorradrennen zu Sifferts Erkennungszeichen gehörte: die rot-weiße Schweizer Flagge mit dem Kreuz und zwei weißen Streifen. Der Helm findet sich zusammen mit Namen und Unterschrift von Jo Siffert auf den B-Säulen. Auch auf die Kopfstützen der rot belederten Schalensitze wurde der Helm gestickt. Auf den Deckel der Mittelkonsole und in das lederne Schlüsseletui ist die Unterschrift von Jo Siffert geprägt.
Hier zeigen wir, wie Manthey den GT3 RS noch schneller macht.
Jo Sifferts Helm und Unterschrift auf den B-Säulen des einzigartigen 911 GT3 RS.
Noch umfangreicher sind die Bezüge zu dem 917, mit dem Jo Siffert und Kurt Ahrens 1969 das 1000-km-Rennen in Zeltweg gewannen und damit die Siegesserie eines der wichtigsten und erfolgreichsten Porsche-Rennwagen einleiteten.
Die Lackierung des GT3 RS erinnert an sein Vorbild: Das Fahrzeug ist in Purweiß lackiert und trägt an den vorderen Kotflügeln und Teilen der Bugpartie vipergrüne Kontrastflächen. Auch das Mittelteil seines Heckflügels ist in diesem Grünton lackiert. Die Sieger-Startnummer „29“ des 917 befindet sich auf den Türen, der Fronthaube, unter dem Heckflügel sowie auf den Ventilkappen der Reifen. Der klassische Porsche-Schriftzug mit Streifen-Design auf den Türen und Seitenteilen ist ebenso vom Original-Fahrzeug inspiriert.
Die Silhouette des 917 ziert die Zentralverschlussfelgen des GT3 RS.
Aufwendig war auch die Beschaffung der historischen Sponsorenaufkleber: Mit Akribie und der Unterstützung seitens Bosch und Shell haben die Porsche Design-Experten die Aufkleber reproduziert. Der Bosch-Decal mit der Zündkerze sitzt auf den hinteren Radhäusern. Das Shell-Logo befindet sich unterhalb der Heckscheibe bei den Serviceklappen für Öl und Kühlmittel. Auf dem Zentralverschluss der satinschwarzen Magnesium-Räder ist die Silhouette des 917KH zu sehen, diese stilisierte Seitenansicht ziert ebenso die Sideplates des Heckflügels.
Die Türeinstiegsleisten zieren die 917-Silhouette kombiniert mit der Unterschrift von Jo Siffert. Selbst der Fahrzeugschlüssel wurde mit hohem Aufwand individualisiert: Die Seitenwangen sind in Purweiß beziehungsweise Vipergrün lackiert, die 917-Silhouette wurde in der jeweiligen Kontrastfarbe aufgedruckt.
Wer selbst einen GT3 RS fahren will, muss ihn nicht gleich kaufen.
Die Lackierung des 911 GT3 RS Tribute to Jo Siffert erinnert an den ersten siegreichen 917 von 1969.
Den Käufer hat Porsche unter allen Interessenten ausgelost. Er kommt aus dem Kanton Jura, konnte den Wagen vor einigen Tagen in Basel übernehmen und freute sich, dass Jos Sohn Philippe Siffert zur Übergabe kam. Das Einzelstück teilt sich zukünftig die Garage unter anderem mit einem GT2 RS. Sein Besitzer möchte den wertvollen Wagen aber auch durch die Schweizer Berge pilotieren.
Den einzigartigen Porsche 911 GT3 RS Tribute to Jo Siffert wird man hin und wieder auf Schweizer Straßen sehen.
Das Sonderwunsch-Programm steht auch Kunden offen, denen die zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten des Konfigurators nicht ausreichen. Sie werden in Zuffenhausen von Experten beraten, die auch klären, ob sich alle Wünsche technisch umsetzen lassen.
Bevor der neue 911 GT3 der Generation 992.2 nächstes Jahr ausgeliefert wird, fahren wir mit dem aktuellen GT3 992.1 über die Rennstrecke – und durch den Wald.